Welt im Wandel

Unter diesem Motto fand vom Freitag 4. bis Sonntag 6. März 2016 auf dem Gundeldinger Feld zum elften Mal das interkulturelle Filmfestival „Cinema Querfeld“ statt. Das Organisationskomitee zog eine ausgesprochen positive Bilanz: Fast 800 Menschen fanden den Weg in die Querfeld-Halle, und das erstmals angebotene Kinderprogramm am Samstagnachmittag war ebenfalls ein grosser Erfolg.

Die Menschen und Kulturen in den Filmen des diesjährigen Festivalprogramms waren völlig unterschiedlich. Eines aber hatten die Werke gemeinsam: Sie zeigten eine Welt, die nicht bleibt, wie sie ist und wie alle sie kennen, sondern die sich ständig wandelt.

Den Auftakt machte der amüsante Kurzfilm „il neige à Marrakech“, in dem ein 80-jähriger Marokkaner nur dank der Kreativität seines Sohnes zum Skifahren kommt. Nachher ging es bedeutend ernsthafter weiter: In „My sweet Pepperland“ prallen kurdische  Tradition und Fortschritt aufeinander, und „Feuerherz“ thematisiert das Leben eritreischer Kindersoldaten aus der Sicht der kleinen Awet.

Der Kinderfilm „Kinder des Himmels“ spielt im Iran und handelt vom schwierigen Leben armer Leute, aber auch von der Zärtlichkeit zwischenmenschlicher Beziehungen; das Kinderzvieri begeisterte nicht nur Kleinen.

Am Samstagabend landeten in „Terraferma“ afrikanische Flüchtliche auf Lampedusa; ihre Ankunft bringt das Leben der Einheimischen oft gehörig durcheinander. „Judgement“ spielt im bulgarisch-türkischen Grenzgebiet, wo der Menschenschmuggel brutale Seiten hat. „Nabat“ erzählt vom Leben einer Frau, welche hartnäckig in ihrem aserbaidschanischen Heimatdorf zurückbleibt, auch nachdem ihr Mann gestorben ist und alle EinwohnerInnen das Dorf verlassen haben.

Am Sonntag wurde das Festival mit „Un cuento chino“ abgeschlossen: Es ist die Geschichte eines griesgrämigen Witwers in Buenos Aires, welcher durch kuriose Umstände auf einen jungen Chinesen trifft.

Für das leibliche Wohl sorgten die mitbeteiligten Organisationen mit Spezialitäten aus verschiedenen Ländern. Ihnen und allen anderen, die zum Gelingen des Anlasses beigetragen haben, danken wir an dieser Stelle nochmals herzlich.


 

 


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